Willkommen

… auf den Seiten der interdisziplinären Forschergruppe zu Cultural Property.

Ab Juni 2008 arbeiteten zunächst Wissenschaftler/innen der Universitäten Göttingen und Hamburg, seit 2011 der Universitäten Göttingen und Tübingen, aus den Bereichen Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie, Volkswirtschaft, Ethnologie, Wirtschafts- und Völkerrecht zu Cultural Property (kulturelles Eigentum). Mittlerweile befindet sich das Projekt in der zweiten Phase. Mit einem interdisziplinären Ansatz untersucht die aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschergruppe die Konstituierung von Cultural Property, seinen Akteuren, Diskursen, Kontexten und Regeln.

Die Konstituierung von cultural property: Akteure, Diskurse, Kontexte, Regeln

Cultural Property ist ein Konzept mit weitreichenden Folgen. Das Interesse, Cultural Property dem Markt zuzuführen oder dies zu verhindern und hierdurch kollektiven oder individuellen, ideologischen oder ökonomischen Gewinn zu schaffen, gestaltet sich unter den stark divergierenden Bedingungen, die Akteure in einer postkolonialen, spätmodernen Welt vorfinden, schwierig.

Die Forschergruppe befasst sich mit der Konstituierung von Cultural Property im Spannungsfeld von kulturellen, wirtschaftlichen, juristischen und gesellschaftspolitischen Diskursen. Durch den Fokus auf Akteure, Diskurse, Kontexte und Regeln, die zur unterschiedlichen Konstituierung von Cultural Property führen, zeigt die Forschergruppe die dem Konzept inhärente Problematik auf und trägt zur Erklärung und zum Verstehen dieses Phänomens bei. Dies bedarf der bisher noch nie versuchten Zusammenführung von Kompetenzen aus den betroffenen Wissenschaften.

Die Forschergruppe setzt sich aus Fachwissenschaftler/innen aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zusammen. Sie führt Mikrostudien zu verschiedenen Konstituierungsebenen von Cultural Property zusammen mit theoretischen Modellen zur wirtschaftlichen und rechtlichen Institutionenbildung. Der notwendige holistische Zugriff auf Theorie und Praxis von Cultural Property führt durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu einer gegenseitigen Erweiterung der Wissensbasis um zentrale Erkenntnisinteressen und methodische Zugriffe.

Anhand der Arbeit zu Cultural Property wird, gefördert durch die Interdisziplinarität, parallel unter dem Stichwort Wissenstransfer die Behebung von konzeptuellen Wissensdefiziten sowohl in den beteiligten Fachwissenschaften wie auch rund um Cultural Property in verschiedene Öffentlichkeiten angestrebt. Durch die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Wissenschaftler/innen baut die Forschergruppe ein für den deutschsprachigen Raum einmaliges interdisziplinäres Kompetenznetzwerk auf zu Fragen der Cultural Property und des Urheberrechts als Basis sowohl wissenschaftlicher wie politikberatender Informationsvermittlung.